- Goethes Farbenlehre.
- zur Farbenlehre (1810).
- Vorwort.
- Entwurf einer Farbenlehre.
- 1 - Physiologische Farben.
- 2 - Physische Farben.
- 3 - Chemische Farben.
- 4 - Allgemeine Ansichten nach Innen.
- 5 - Nachbarliche Verhältnisse.
- 6 - Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe.
- sinnl.- sittl. Wirkung der Farbe.
- Gelb.
- Rotgelb.
- Gelbrot.
- Blau.
- Rotblau.
- Blaurot.
- Rot.
- Grün.
- Totalität und Harmonie.
- Charakteristische Zusammenstellungen.
- Charakterlose Zusammenstellungen.
- Bezug zu Hell und Dunkel.
- Historische Betrachtungen.
- Ästetische Wirkung.
- Helldunkel.
- Streben zur Farbe.
- Haltung.
- Kolorit.
- Echter Ton, falscher Ton.
- Schwaches Kolorit.
- Das Bunte.
- Furcht vor dem Theoretischen.
- Letzter Zweck.
- Gründe.
- Pigmente.
- Allegorischer ... Gebrauch der Farbe.
- Zugabe.
- Schlusswort.
- Enthüllung der Theorie Newtons.
- Historischer Teil.
- weitere Texte Goethes zur Farbenlehre.
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Grün
801.
Wenn man Gelb und Blau, welche wir als die ersten und einfachsten Farben ansehen, gleich bei ihrem ersten Erscheinen auf der ersten Stufe ihrer Wirkung zusammenbringt, so entsteht die jenige Farbe, welche wir Grün nennen.
802.
Unser Auge findet in derselben eine reale Befriedigung. Wenn beide Mutterfarben sich in der Mischung genau das Gleichgewicht halten, dergestalt dass keine vor der andern bemerklich ist, so ruht das Auge und das Gemüt auf diesem Gemischten wie auf einem Einfachen. Man will nicht weiter, und man kann nicht weiter. Deswegen für Zimmer, in denen man sich immer befindet, die grüne Farbe zur Tapete meist gewählt wird.
