- Goethes Farbenlehre.
- zur Farbenlehre (1810).
- Vorwort.
- Entwurf einer Farbenlehre.
- 1 - Physiologische Farben.
- 2 - Physische Farben.
- 3 - Chemische Farben.
- 4 - Allgemeine Ansichten nach Innen.
- 5 - Nachbarliche Verhältnisse.
- 6 - Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe.
- sinnl.- sittl. Wirkung der Farbe.
- Gelb.
- Rotgelb.
- Gelbrot.
- Blau.
- Rotblau.
- Blaurot.
- Rot.
- Grün.
- Totalität und Harmonie.
- Charakteristische Zusammenstellungen.
- Charakterlose Zusammenstellungen.
- Bezug zu Hell und Dunkel.
- Historische Betrachtungen.
- Ästetische Wirkung.
- Helldunkel.
- Streben zur Farbe.
- Haltung.
- Kolorit.
- Echter Ton, falscher Ton.
- Schwaches Kolorit.
- Das Bunte.
- Furcht vor dem Theoretischen.
- Letzter Zweck.
- Gründe.
- Pigmente.
- Allegorischer ... Gebrauch der Farbe.
- Zugabe.
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- Enthüllung der Theorie Newtons.
- Historischer Teil.
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Charakterlose Zusammenstellungen
826.
Wir wenden uns nun zu der letzten Art der Zusammenstellungen, welche sich aus dem Kreise leicht herausfinden lassen. Es sind nämlich diejenigen, welche durch kleinere Chorden angedeutet werden, wenn man nicht eine ganze Mittelfarbe, sondern nur den Übergang aus einer in die andere überspringt.
827.
Man kann diese Zusammenstellungen wohl die charakterlosen nennen, indem sie zu nahe aneinander liegen, als dass ihr Eindruck bedeutsam werden könnte. Doch behaupten die meisten immer noch ein gewisses Recht, da sie ein Fortschreiten andeuten, dessen Verhältnis aber kaum fühlbar werden kann.
828.
So drücken Gelb und Gelbrot, Gelbrot und Purpur, Blau und Blaurot, Blaurot und Purpur die nächsten Stufen der Steigerung und Kulmination aus und können in gewissen Verhältnissen der Massen keine üble Wirkung tun.
829.
Gelb und Grün hat immer etwas Gemein-Heiteres, Blau und Grün aber immer etwas Gemein-Widerliches; deswegen unsre guten Vorfahren diese letzte Zusammenstellung auch Narrenfarbe genannt haben.
