- Goethes Farbenlehre.
- zur Farbenlehre (1810).
- Vorwort.
- Entwurf einer Farbenlehre.
- 1 - Physiologische Farben.
- 2 - Physische Farben.
- 3 - Chemische Farben.
- 4 - Allgemeine Ansichten nach Innen.
- Allgemeine Ansichten nach Innen.
- Wie leicht die Farbe entsteht.
- Wie energisch die Farbe sei.
- Wie entschieden die Farbe sei.
- Mischung der beiden Seiten.
- Steigerung ins Rote.
- Verbindung der gesteigerten Enden.
- Vollständigkeit der mannigfaltigen Erscheinungen.
- Übereinstimmung der vollständigen Erscheinungen.
- Wie leicht die Farbe von einer Seite auf die andre zu wenden.
- Wie leicht die Farbe verschwindet.
- Wie fest die Farbe bleibt.
- 5 - Nachbarliche Verhältnisse.
- 6 - Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe.
- Enthüllung der Theorie Newtons.
- Historischer Teil.
- weitere Texte Goethes zur Farbenlehre.
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- Texte zur Farbenlehre Goethes.
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Vierte Abteilung: Allgemeine Ansichten nach Innen
688.
Wir haben bisher die Phänomene fast gewaltsam auseinandergehalten, die sich teils ihrer Natur nach, teils dem Bedürfnis unsres Geistes gemäss immer wieder zu vereinigen strebten. Wir haben sie nach einer gewissen Methode in drei Abteilungen vorgetragen und die Farben zuerst bemerkt als flüchtige Wirkung und Gegenwirkung des Auges selbst, ferner als vorübergehende Wirkung farbloser, durchscheinender, durchsichtiger, undurchsichtiger Körper auf das Licht, besonders auf das Lichtbild; endlich sind wir zu dem Punkte gelangt, wo wir sie als dauernd, als den Körpern wirklich einwohnend zuversichtlich ansprechen konnten.
689.
In dieser stetigen Reihe haben wir, soviel es möglich sein wollte, die Erscheinungen zu bestimmen, zu sondern, und zu ordnen gesucht. Jetzt, da wir nicht mehr fürchten, sie zu vermischen oder zu verwirren, können wir unternehmen, erstlich das Allgemeine, was sich von diesen Erscheinungen innerhalb des geschlossenen Kreises prädizieren lässt, anzugeben, zweitens, anzudeuten, wie sich dieser besondre Kreis an die übrigen Glieder verwandter Naturerscheinungen anschliesst und sich mit ihnen verkettet.
